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Die Tassenübung / Tassentanz
Der „Tassentanz“ (im Qigong oft auch als Teeschalen-Übung, Wasserschalen-Balancieren oder international als Serving Teacups bekannt) ist eine der effektivsten und vielseitigsten Koordinationsübungen im Qigong und Tai-Chi.
Dabei stellst du dir vor, dass auf deinen flachen Handflächen gefüllte Teeschalen stehen, die während der gesamten Bewegung nicht herunterfallen oder überschwappen dürfen.
Hier ist eine Übersicht, warum diese Übung so wertvoll ist:
1. Körperliche Vorteile: Geschmeidigkeit und Faszien
Der Tassentanz ist eine klassische „Spiralbewegung“. Im Gegensatz zu linearen Fitnessübungen spricht er den Körper in dreidimensionalen Kurven an.
Gelenkmobilisation: Die Übung öffnet und mobilisiert systematisch die großen Gelenkketten: Handgelenke, Ellenbogen, Schultern, Wirbelsäule und Hüften. Besonders für Menschen mit Schulter-Nacken-Verspannungen ist sie eine Wohltat.
Faszientraining: Die spiralförmigen Drehungen dehnen und „auswringen“ das Bindegewebe (Faszien). Das löst Verklebungen und macht den Körper elastischer.
Wirbelsäulengesundheit: Da sich der gesamte Oberkörper mitdrehen muss, wird die Wirbelsäule sanft rotiert und die tiefe Rückenmuskulatur gestärkt.
2. Mentale Vorteile: Fokus und Achtsamkeit
Da die (imaginären) Schalen nicht kippen dürfen, erfordert die Übung eine konstante Präsenz.
Konzentration: Du kannst die Übung nicht „nebenher“ machen. Du musst mit deiner Aufmerksamkeit ganz bei der Handfläche und dem Bewegungsfluss bleiben.
Koordination: Sie schult das Zusammenspiel der Gehirnhälften, besonders wenn man die Übung beidseitig (mit zwei Schalen gleichzeitig) ausführt.
Stressabbau: Der fließende, tänzerische Charakter beruhigt das Nervensystem und hilft, aus dem Grübeln in das Spüren zu kommen.
3. Energetische Wirkung (TCM)
Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bewirkt der Tassentanz Folgendes:
Öffnung der Meridiane: Durch die extremen Drehungen werden die Energiebahnen an den Armen (u.a. Herz- und Lungenmeridian) gedehnt und aktiviert.
Organmassage: Die Rotation im Rumpf massiert sanft die inneren Organe, was die Verdauung fördern und den Energiefluss (Qi) im Unterbauch anregen kann.
Zentrierung: Trotz der weiten Armbewegungen bleibt die Kraft in der Körpermitte (Dantian). Man lernt, „aus der Mitte heraus“ zu agieren.